Jul 022011
 

Sand, Salz, Wasser, will man seiner DSLR eher nicht antun. Wenn man aber seinen Traumurlaub auf einer kleinen Insel, von gerade einmal 200 mal 300 Meter Größe verbringt, dann vielleicht doch.  Die DSLR mal an den Strand mitzunehmen ist eigentlich kein Problem, aber zwei Wochen auf dem Strand zu leben, das mag die gutmütigste Feinmechanik dann doch nicht. Aber gibt es Alternativen?

Was soll die Kamera “abkönnen”?
Staubdicht sollte sie sein, damit Sand und Salz keine Chance haben.
Aber da war ja noch das Meer um die Insel herum. Wasserdicht wäre gut! Und da es auf den Malediven auch viele bunte Fische geben soll, am besten gleich wasserdicht bis minus… Meter.

Unterwassergehäuse für Taucher: Damit lässt sich die DSLR bestens vor Sand, Staub und Salzwasser schützen und das auch gleich bis 40…50 Meter Tiefe. Der Preis ist immens, um die 1.000…2.000€ schlagen da zu Buche. Und mal ehrlich, mit dem unhandlichen Tauchgehäuse kann man am Strand auch keine Bilder machen ;-).

Wasserdichte Kompakt-Kameras: Es gibt Modelle von spritzwasserdicht bis hin zu wasserdicht für unterschiedliche Tiefen, wobei bei 10 Metern Schluss ist. Für den Schnorchel Einsatz ist das allemal ausreichend. Allerdings ist zu beachten, dass beim Schwimmen mit der Kamera ein hoher Druck auf die Kameradichtungen wirkt. Und so kann es unter Umständen auch mit einer “3-Meter-Kamera” bereits einen Wassereinbruch geben. Ob einem dann die defekte Kamera getauscht wird, wage ich zu bezweifeln.  Ganz abgesehen davon kann es auch sein, dass die gemachten Bilder durch den Wassereinbruch verloren gehen. Die Preise liegen zwischen 150.- und 300.- €. Bei der Auflösung sind die Kameras bereits im 10 MPixel Bereich angekommen und bieten so ausreichend Auflösung.

Ich habe mich nach langem Vergleichen für eine Canon D10 entschieden. Die Kamera sieht zwar sehr klobig aus, lässt sich dafür aber leicht bedienen, was vor allem im Wasser seine Vorteile hat. Neben viel Automatik gibt es einen zusätzlichen Weißabgleich für Unterwasser. Damit werden die Bilder gleich in den Rottönen angehoben. Das bekommt man vor allem dann zu merken, wenn man zwischendurch mal etwas über der Wasseroberfläche fotografiert, alles schön rotstichig :-)

Die Bilder können qualitativ den Bildern einer DSLR Kamera nicht das Wasser reichen, dazu ist die Linse viel zu klein. Aber zumindest auf dem Display sieht alles ganz ordentlich aus.
Nach dem Urlaub dann die Überraschung. Nach dem Import in Lightroom stellt sich heraus, dass alle Bilder aussehen, als ob ein Grauschleier auf ihnen liegt. Hier fehlt eindeutig der Kontrast auf dem Bildschirm. Ich vermute, die Kamera ist optimiert für Kunden, die ihre Urlaubsbilder am Fotodrucker im Drogeriemarkt ausdrucken. Diese Geräte neigen dazu die Bilder eher mit sattem Farbauftrag und damit auch dunkler wiederzugeben, womit dem Normalnutzer durchaus geholfen ist.
Zum Glück lassen sich die Bilder in Lightroom nachträglich bearbeiten. Über die Gradiationskurve kann der Kontrast sehr gut reguliert werden.

Nun zu den Bildern…





  One Response to “Sand, Salz, Wasser, Kamera?”

  1. Vielen Dank für die ausführlichen Infos für die Strandurlaub – Kamera. Ich denke, dass ich mir einige Tipps zu Herzen nehmen werde und für meinen nächsten Urlaub berücksichtige.
    Meiner Meinung nach, sind die Bilder wirklich schön geworden. Vielleicht könnten die Farben noch etwas satter sein und der Kontrast etwas schärfer…aber ein Bildbearbeitungstool hilft da sicher weiter.
    LG