Mrz 062011
 

Ring-Blitz-Licht ohne Ring, geht das überhaupt?

Viele Portraits werden klassisch ausgeleuchtet; ein seitliches Hauptlicht kombiniert mit einem Fülllicht. Durch diese Art der Beleuchtung lässt sich das Profil einer Person besonders hervorheben.  Dramatisch wird es sogar, wenn Position und Helligkeit der Lichtquellen übertrieben werden. Ohne Frage lassen sich damit sehr ausdrucksstarke Bilder kreieren.

Aber entspricht dies der gewohnten Art Gesichter zu sehen? Eine Alternative beleuchtet das Gesicht frontal vom Objektiv her und erzeugt dadurch eine sehr natürliche Lichtstimmung. Das Gesicht öffnet sich dem Betrachter. Fotos mit frontaler Beleuchtung erkennt man oft an den ringförmigen Reflexionen in den Augen. Ringförmig deshalb, weil dabei ein ringförmiger Blitz um das Objektiv verwendet wird.

Aber was tun, wenn kein Ringblitz zur Verfügung steht? Ein transparenter Blitzschirm wird direkt hinter der Kamera positioniert. Die Kamera und der Blitz werden entfesselt, also über Funk, ausgelöst. Aber Vorsicht, mit so viel Licht hinter der Kamera muss der Sucher abgedeckt werden, damit kein Streulicht auf den Sensor fällt. Es ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, nicht mehr direkt hinter der Kamera zu stehen. Allerdings ergibt sich dabei auch ein positiver Nebeneffekt: Bei vielen Menschen ist die Scheu vor der Kamera nicht so groß, wenn der Fotograf nicht direkt hinter der Kamera steht und durch den Sucher blickt.