Feb 272011
 

Die Aufnahmen sind im Kasten, die RAW-Dateien importiert. Für die ersten Bearbeitungsschritte (Bilder importieren, Helligkeiten anpassen und Flecken entfernen) verwende ich Lightroom 3. Eine Alternative aus dem Bereich der Freeware wäre RAW Therapee. Mit RAW Therapee lassen sich RAW Dateien importieren und Farb- und Helligkeitskorrekturen durchführen. Flecken lassen sich mit diesem Tool allerdings nicht entfernen. Aus den Aufnahmen wähle ich das Bild aus, bei dem Positionierung, Belichtung, Schatten und Schärfe meiner Vorstellung entsprechen.

Störende Flecken werden mit der Bereichsreparatur entfernt. Dazu wählt man unter Entwickeln das Bereichsreparaturwerkzeug aus und klickt direkt auf den Fleck im Bild. Über das Mausrad lässt sich die Größe des Reparaturpinsels steuern. Die Deckkraft sollte bei 100% liegen. Lightroom macht selbst einen Vorschlag für die Quelle, welche für die Reparatur verwendet wird. Passt diese nicht, so lässt sich mit einem Klick in den jeweiligen Kreis Quelle und Ziel neu positionieren. Klickt man auf den Rand des Zielkreises, so kann dessen Durchmesser verändert werden.

Im korrigierten Bild sieht man die einzelnen Kreise des Bereichsreparaturwerkzeugs. Ein wenig Arbeit hätte ich mir sparen können, da die Korrekturen in den Ecken später nicht zu sehen sind. Korrekturen können in Lightroom immer wieder verändert oder rückgängig gemacht werden. Lightroom speichert nur das Delta der Bearbeitung und lässt die Originale unverändert. Will man das Bild dann in einem anderen Programm weiter bearbeiten, so muss es exportiert und mit den Bearbeitungen als neue Datei abgespeichert werden.


Die weiteren Bearbeitungsschritte erfolgen nun in GIMP.
Als erstes lege ich ein neues Dokument an. Die Abmessungen für das Dokument ergeben sich aus den Abmessungen der Postkarte. Da die Postkarten gedruckt werden, kommen umlaufend 2mm für den Beschnitt dazu. Meine Abmessungen sind 109mm x 152mm bei 600dpi.

Die aus Lightroom exportierte Datei lade ich als Ebene in das neue Dokument. Mit dem Pfadwerkzeug lege ich an den Konturen der Ringe Pfade an. Aus den Pfaden wird dann die Auswahl generiert. Die Auswahl wird über Auswahl > Ausblenden mit 1,5 Pixel weichgezeichnet, damit keine harten Kanten entstehen. Nun werden die Ringe aus der Ebene kopiert und auf einer neuen Ebene platziert.
Tipp: Unter der ausgeschnittenen Ebene zusätzlich eine weiß und eine schwarz gefüllte Ebene anlegen. Diese abwechselnd als Hintergrund verwenden. Damit lässt sich bestens prüfen, ob der Pfad stimmt und die Ringe korrekt ausgeschnitten wurden.

Ist das nicht der Fall, dann die Ebene löschen, den Pfad korrigieren und die Schritte Auswahl aus Pfad erzeugen, Auswahl weichzeichnen, Ringe kopieren und als neue Ebene einfügen wiederholen.


Die Schatten werden ebenfalls auf einer eigenen Ebene angelegt. Dazu die Ebene mit den Rohdaten duplizieren und mit der gleichen Auswahl, mit der die Ringe zuvor kopiert wurden, die Ringe aus der Schatten-Ebene herausschneiden. Mit dem Radiergummi werden alle Bereiche, welche keine Schatten enthalten, gelöscht. Die Helligkeit der Schatten lässt sich bei Bedarf über die Funktion Farben > Kurven anpassen, ohne dabei die Ringe zu beeinflussen.


Das Bild zeigt das fertige Ergebnis mit den einzelnen Ebenen für die Ringe, die Schatten und den Hintergrund. Darunter der gespeicherte Pfad für die Auswahl der Ringe.

Jetzt fehlt nur noch der Text, welcher ebenfalls auf einer eigenen Ebene angeordnet wird.
Hier die fertigen Ergebnisse: